Bandplanentwurf: Verliert Schweden das 13-cm-Band endgültig?

Schwedische Funkamateure verlieren möglicherweise das gesamte 13-cm-Band (2.3-2.45 GHz). Zumindest sieht das ein am 25. Januar 2012 veröffentlichter Entwurf der schwedischen Fernmeldebehörde PTS vor. Bereits seit einiger Zeit steht dieses Band in Schweden unter grossem Druck, weil die PTS das Band durch Frequenzauktion einer komplett neuen Nutzung zuführen will. Deshalb stand auch der schwedische Amateurfunkverband SSA schon länger in engen Gesprächen mit der Behörde.

Die Funkamateure hatten bereits im Dezember 2010 mit Unterstützung der IARU der Behörde als Kompromiss vorgeschlagen, weiterhin im Band bleiben zu dürfen, im Gegenzug jedoch einer Einschränkung des Frequenznutzungsbereichs zuzustimmen. Der von der Behörde auferlegten maximalen Sendeleistung von 100 mW wollten die Funkamateure jedoch nicht zustimmen.

13-cm-Band soll komplett geräumt werden

Am 18. November 2011 teilte die Behörde dem schwedischen Amateurfunkverband nun mit, dass dieses Band nun von allen Funkdiensten (Militär, Videolinks und Amateurfunk) komplett geräumt werden solle; das Militär und die Videolinkanwender ziehen auf Frequenzen unterhalb von 2.3 GHz um, die Funkamateure erhalten keinen Frequenzen in der Nähe von 2.3 GHz.

Jedoch soll gemäss dem neuen Bandplanentwurf der PTS vom 25. Januar – quasi als Gegenzug – das 160-m-Band für die Funkamateure erweitert werden, sodass künftig das ganze Band von 1810-2000 kHz genutzt werden kann. Bislang gilt hier noch ein Sendeverbot im Bereich 1850-1930 kHz.

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