Die SWISS-ARTG Sektion Zürich wird am kommenden Wochenende auf dem Üetliberg ZH (UTO Kulm) ein neues D-Star Relais in Betrieb nehmen. Das Rufzeichen ist HB9ZRH. Darüber berichtet Renato Schlittler, HB9BXQ von der Swiss ARTG.
Vorläufig ist ein Probebetrieb ohne Internetanbindung auf dem Frequenzpaar 145.575 MHz (TX) und 144.975 MHz (RX) vorgesehen. Die Frequenzwahl fiel auf das 2-m-Band, da einerseits die IARU-Region 1 vor einem halben Jahr zwei neue Relaiskanäle ausschliesslich für D-Star-Betrieb freigab und andererseits professionelle Hardware für dieses Band zur Verfügung steht.
Als nächster Schritt wird der Standort UTO-Kulm ins HAMNET (Amateurfunk-Datennetz) eingebunden werden, so dass dann auch eine Verlinkung mit anderen D-STAR-Repeatern möglich sein wird.
Bitte denken Sie daran, in der Nacht von Samstag, 24. März auf Sonntag, 25. März Ihre Uhren von 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr um eine Stunde VOR zu stellen! Dann gilt wieder die MESZ (UTC +2 Stunden)!
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Tolle Leistung der Erbauer, das Relais an sich wäre sehr gut, danke für die grosse Arbeit und die Finanzen, die hier investiert wurden! Erfreulich auch, dass jetzt auf dem Uetliberg endlich ein 2m-Relais steht! Die nachfolgenden Bemerkungen richten sich also keinesfalls gegen die initiativen und engagierten Erbauer und Betreiber dieses Relais, sondern gegen das System als solches.
Nachdem in der Region Zürich/Winterthur nach Abbau des Relais Kyburg seit längerer Zeit kein D-STAR Relais mehr in Betrieb war, hat mich das neue Relais dazu motiviert, mein IC-E80D wieder einmal zu aktivieren. Dabei hat sich aber erneut bestätigt, was mir schon frühere Versuche gezeigt hatten. Leider ist die Betriebsart D-STAR den guten, alten analog-Relais haushoch unterlegen. Die Audio klingt – wenn sie überhaupt durchkommt – bei den meisten Stationen wie eine Stimme aus der Abflussröhre, dazu braucht es ziemlich grosse Feldstärken, damit eine Verbindung ohne “Würfeli” und Gurgeln überhaupt funktioniert. Am selben Standort in Zürich mit Sicht auf den Uetliberg funktioniert das alte 70cm-Analog-Relais rauschfrei, während man auf 144.975 seine liebe Mühe hat, überhaupt auf den Berg zu kommen. Die Geräte müssen via Software konfiguriert werden, sonst ist die ganze Bedienung sinnlos kompliziert. Mit den mehrfach belegten Tasten-Orgien auf den einschlägigen Handfunkgeräten kommt man nur nach mehrstündigem Manual-Studium zurecht. Wie sich ein solches System für Notfunk-Zwecke eignen soll, ist mir vollends schleierhaft. Wenn es seine effektiven Vorteile wie Roaming oder Datenübertragung ausspielen soll, ist es in hohem Masse von einer funktionierenden “Boden-Infrastruktur” abhängig, sonst bringt es gegenüber einem unkomplizierten, robusten Analog-System praktisch nur Nachteile. Ich bin absolut kein Gegner neuer Technik, aber ich finde es schade, dass für den Amateurfunk allgemein nicht ein etwas zukunftssichereres und benützerfreundlicheres Digital-System gewählt wurde! Laut angedacht, warum nicht einfach die Audio von Echolink mit einem guten Codec (den gibt es heute im Zeitalter von GSM schon längst) in die Luft bringen, dort wäre eigentlich der ganze Rest schon vorhanden, den man für ein modernes Kommunikationssystem braucht…Dazu gibt es schon die App fürs IPhone und Software für Windows-PC und das System ist nicht nur von einem Hersteller abhängig.
D-Star ist nicht jedermans Sache. Die einen lieben es die anderen verdammen es. Es braucht etwas mehr technische Kenntnisse und vor allem Gerätetechnische Kenntnisse. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn auch der Benutzer von D-Star sich der Gerätekenntnis annimmt. Amateurfunk ist Experimentalfunk. Ich denke, da darf etwas auch mal etwas kompelxer sein, als auf die PTT Taste drücken und schwatzen. Das kann jedes Kind mit PMR und erst noch ohne Lizenz, bei der wir ja beweisen mussten, dass wir zumindest theoretisch ein gewisses technisches Grundverständnis haben.
Die HV bei D-Star ist noch entscheidender als man vielleicht denkt. Die grössten Probleme ergeben sich durch Reflexionen. Beim aktuellen Repeater HB9ZRH wurde mir gesagt, dass Störungen vor Ort (was mich ehrlich nicht wundert bei diesem doch HF verseuchten Standort) bekannt sind und die Betreiber versuchen diese so gut wie möglich zu beheben. Das braucht alles seine Zeit. Ev. wird es auch ein Spiessrutenlaufen. Auch wir haben unser erstes D-Star Relais in der nähe eines kommerziellen Sendeturms in Betrieb genommen. Der Erfolg war gering, erst nach dem Umzug auf einen anderen Standort brachte dies eine merkliche Linderung und mehr störungsfreie QSO’s.
D-Star bloss auf der HF Seite mit FM zu vergleichen ist auch falsch. Da gibts technische Möglichkeiten, die auf der FM Seite weder geboten noch in Planung sind. Auch Echolink kann hier nicht mithalten, trotz Handy Client. Das Call Sign Routing, Slash (Repeater) Routing oder die verschiednen Reflektoren sind klar ein Plus. Ausserdem lässt sich beim Thema D-Star munter experimentieren und selber bauen (Hotspots, Repeater etc…). Ganz gemäss dem Sinn unserem Hobby.
Dass Endgeräte bloss von einem Anbieter angeboten werde finde ich auch schade. Aber daran können wir nichts ändern. Die anderen haben es verschlafen oder wollten die Lizenzen nicht bezahlen.
Ich finde D-Star einen interessanten Teilbereich der ganz klar zum Amateurfunk gehört und weiterentwickelt werden muss. Auch hier, wie überall, wer nicht will, wem es nicht passt. Der darf es problemlos sein lassen.
Wir nehmen gerne eure Empfangsberichte auf dieser Seite entgegen:
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73′s Rolf, HB9SDB
Es freut mich, dass die SWISS-ARTG Sektion Zürich diese Arbeit auf sich genommen hat.
Die Finanzierung ist ja mal das eine, doch was wirklich zählt ist die Arbeit die sich wohl
ein paar wenige auf sich genommen haben. Ein herzliches Dankeschön!
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Betriebsart DV mit D-Star.
HB9AZT schreibt was viele halt mit dieser Betriebsart erleben. Die Modulation und die Verwürfelungen sind
da ja die Hauptthemen.
Betrachten wir mal den Amateurfunk von seiner expermimentellen Seite.
Kaum eine Betriebsart eignet sich besser die Ausbreitungen bzw. die Reflektionen auf UKW kennenzulernen.
Da wo die Verbindungen im analogen Relaisbetrieb gut geht, kanns mal im DV Betrieb schlechter gehen.
Da wo es im analogen Relaisbetrieb nicht mehr geht, geht es aber oft noch im DV Betrieb!
Einige positive Überraschungen habe ich da schon erleben können. Mit R1 und S0 konnte ich analog nicht mehr kommunizieren.
Umgeschaltet auf DV klappte es mit R5 S0. Dies war eine direktverbindung IC-E92 auf IC-E92 mit den selben Antennen.
Wenn man vom analogen in den digitalen Betrieb wechselt Gerät man bei schlechter Verbindung oft in Versuchung
die Leistung zu erhöhen. Oft erreicht man da dabei das Gegenteil.
Die Reflektionen nehmen zu, Mehrwegempfang entsteht und die Verwürfelungen nehmen zu.
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D-Star sehe ich als schöne Ergänzung zu den analogen Relais. Reflektoren zB. über XRF002
verbindet Funkamateure bzw. Repeater. So sind heute oft HB9RF, HB9AW, HB9DS, HB9EAS, HB9LU, HB9DR, HB9HD zeitgleich
verbunden miteinander. Solche Verbindungen lassen sich nur schwer mit Echolink erreichen.
Das Operating bzw. die Gerätebedienung sind sicher erstmals gewöhnungsbedürftig.
Die Setup der Geräte sollten heute immer mit einer Software erstellt werden.
1’000 Speicherkanäle will wohl niemand mehr von Hand verwalten.
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Sprachqualität. Der von D-Star verwendete Codec ist bestimmt nicht der beste. Es gäbe da sicher noch weiteres
Entwicklungspotential. Mittlerweile habe ich mich an diese “höhenbetonte” Modulation gut gewöhnt. Im portabel Betrieb
mit Strassenlärm im Hintergrund hat sie sich bestens bewährt.
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Notfunk. Ja das scheint ja immer wieder ein Thema zu sein. Oft wird es alzustark hochgejubelt.
Ob D-Star, analog oder …… eigentlich egal. Es nützt alles nichts, wenn der Funamateur seine Akkus nicht geladen hat.
In welchem Umfang die Repeater autark weiterarbeiten müssen, sollte man den einzelnen Organisationen überlassen.
Auch sollte man das Thema nicht zu stark in den Himmel heben! Wir Funkamateure können sicher einen guten Beitrag dabei leisten.
So sind viele Contesterfahren, sind Antennenbauer, können mit dem Lötkolben umgehen und kennen die Grundlagen der Funkausbreitung.
Genau solches können die kommerzielle Anwender nicht bieten und sind dann überfordert wenns mal nicht geht.
Funkamateure leisten da sicher einen Beitrag wenn mal im gut ausgebauten kommerziellen Netz was ausfällt.
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Nun wünsche ich allen viel G’freuts mit unserem interessanten vielseitigen Hobby Amateuerfunk
Vy 73 de Beat, HB9THJ
Hallo zusammen,
zum Thema “DSTAR Uetliberg” möchte ich als Mit-Erbauer gerne folgendes bemerken:
das Relais befindet sich noch in der Testphase!
Am Standort Uetliberg herrschen enorme Feldstärken von Fremdsendern, welche sich auch beim neuen DSTAR Relais bemerkbar machen.
Es tritt vermehrt Intermodulation im RX auf, dies würde sich aber auch bei FM extrem störend bemerkbar machen.
Wir arbeiten am Problem. Als erste Störquelle wurden die starken POCSAG Sender der Swisscom identifiziert, welche mit hoher Leistung digital auf 147 MHz senden.
Die Signale stopfen unseren Relais Empfänger zu, was sich dann als R2D2 (“gurgeln” bemerkbar macht..
Wir hoffen, die Intermod mit zusätzlichen schmalen Bandpassfiltern endgültig in den Griff zu kommen.
-> Stay tuned!
Best 73′ de Nick – HB9DRX
Die POGSAC-(nicht POCSAG) Sender werden schon lange nicht mehr durch die Swisscom betrieben. Und die als Störer identifizierten POGSAC-Sender (wo steht denn der nächste zur D-STAR-Antenne?) vermochten den wohl am selben Standort vorhandenen APRS-Empfänger (das ist doch auch digital, oder nicht?) über Jahre nicht zuzustopfen. Das Neue ist halt nicht immer das Bessere.
POCSAG ist schon richtig.
(Post Office Code Standard Advisory Group)
Diese Störungen auf 147 MHz wurden synchron mit Intermod im DSTAR RX mittels eines Spektrumanalysers eindeutig identifiziert.
Leider sind es nicht die einzigen HF Störungen auf dem UTO.
Wir werden versuchen, dies mit erheblichen zusätzlichen Filteraufwand zu lösen.
Vy 73′ de Nick – HB9DRX
Hallo Zusammen,
Ich bin neu hier in der Region, wohne in Waldshut und arbeite in Zürich. Ich freue mich zu hören, dass es hier D-Star Aktivitäten gibt.
Bin leider noch nicht in D-Star QRV, aber trage mich mit dem Gedanken, einen IC9100 zu kaufen und natürlich auch das D-Star Modul mitzubestellen.
Ich monitore seit Heut Morgen die QRG unnd warte mal ab, ob ein SIgnal hier hörbar ist.
Antenne zur Zeit eine X50 auf dem Balkon montiert. Da noch Mietwohnung und ich sobald mein QTH im Norden von DL verkauft ist, hier was neues anschaffen will.
übrigens ich kann vom QRL den Uetliberg sehen
73 und viel Erfolg auf dem Uetliberg
Stefan